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  #1  
Alt 13.08.2008, 11:08
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tOM tOM ist offline
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Standard Baden-Württemberg Längsdurchquerung via Hauptwanderweg 3

Im Mai haben Mike und ich unser Bundesland in einer 7-tägigen Tour von Nord nach Süd durchquert. Besser spät als nie, hier ein kleiner Bericht der schweißtreibenden Woche. Die Tour verlief ausschließlich auf dem Hauptwanderweg 3 (HW3) des Schwäbischen Albvereines, welcher von Wertheim am Main nach Lörrach in den Südschwarzwald führt. Er ist auch bekannt als Main-Neckar-Rhein-Weg und verlangte unseren Beinen 602 Kilometer und 16900 Höhenmeter ab. Die Leistungsdaten lesen sich wie die einer Alpenüberquerung, doch beim Betrachten des Höhenprofils fällt auf, dass sich die Gesamthöhenmeter nicht aus wenigen großen Pässen zusammensetzen, sondern aus unzähligen kleinen und mittleren Steigungen. Soviel vorweg, das zermürbt!


Wegverlauf


Höhenprofil


Etappe 1: Von Wertheim bis Niederstetten 78,78km/2101hm
Kaiserwetter zum Start in Wertheim, unsere Motivation war natürlich entsprechend hoch. Die erste Etappe war quasi zum Einrollen geplant und verlief fast ausschließlich entlang den Hängen links und rechts des lieblichen Taubertals. Kurz vor Tauberbischofsheim verlief der Wanderweg dann einige Kilometer auf einer der ausgeschilderten Mountainbikestrecken der Gegend. Hier bekamen wir die ersten, durchaus netten Singletrails unter die Pneus. Nach entspannten 79km erreichten wir am Spätnachmittag unser Etappenziel Niederstetten und tankten nochmals ordentlich Kohlenhydrate für die kommenden Tage.




Etappe 2: Von Niederstetten bis Fichtenberg 81,67km/2195hm
Auch am Morgen der zweiten Etappe hatten wir wieder klasse Wetter. Das geplante Etappenziel für den heutigen Tag war Fichtenberg bei Gaildorf. Direkt zu Beginn der Etappe sollte es allerdings erst einmal etwas kerniger zur Sache gehen. Im ersten Wald nach Niederstetten war es dank Baumfällarbeiten leider vorbei mit Beschilderung des Wanderweges und wir wurden mit einer zeitraubenden Orientierungsfahrt quer durch den Wald konfrontiert. Ohne Navi wären wir hier wohl chancenlos gewesen. Kurz vor Herrentierbach hatten wir endlich wieder befestigten Weg unter den Reifen. Mit erhöhter Geschwindigkeit ging´s nun weiter Richtung Eberbach an der Jagst und über Langenburg nach Morstein. Hier verließen wir das Jagsttal auch schon wieder in Richtung Braunsbach. Es folgten einige, uns wohl bekannte Trails im heimischen Kochertal. Nach einer kleinen Verpflegungspause in Schwäbisch Hall führte uns der Wanderweg über den Einkorn zum Etappenziel nach Fichtenberg, wo wir zum Abschluss des Tages nochmals mit verwurzelten Singletrails belohnt wurden.




Etappe 3: Von Fichtenberg bis Nürtingen-Neckarhausen 107,45km/2402hm
Nach üppigem Frühstück starteten wir zur längsten Etappe unserer Tour. Gleich zu Beginn lagen ein paar nette Aussichtspunkte auf unserer Route. Ab Alfdorf kamen wir in den Genuss einer ganzen Reihe technisch anspruchsvoller Singletrails, vorbei am Hohlen Stein und der Schillergrotte. Im Anschluss verlief die Strecke bis Esslingen vorwiegend auf Forstwegen durch den Wald, was uns bei den hohen Temperaturen sehr entgegen kam. Kurz vorm Etappenziel hatten wir uns dann unglücklicherweise etwas verfahren und spendierten unseren Oberschenkeln ein paar Extrakilometer. In Nürtingen angekommen, zeigten unsere Tachos dann eine Nettofahrzeit von 9 Stunden und 32 Minuten an.




Etappe 4: Von Nürtingen-Neckarhausen bis Zollersteighof 88,66km/2745hm
Das erste Drittel der vierten Etappe verlief vorwiegend auf Asphalt- und Schotterwegen. Nach Tübingen führte uns unsere Route auf den Spitzberg zur Wurmlinger Kapelle. Hier verpflegten wir kurz und genossen die Aussicht bevor wir dann zum Kornberg weiter fuhren. Im Anschluss ging´s um den Hohenstöffel, dann über den Volksberg und die Bismarckhöhe. Die letzten Anstiege hatten einige Körner gekostet. Wir verpflegen nochmals kurz bevor es dann mit geschultertem Bike über etliche Stufen zur Burg Hohenzollern hoch ging. Der anschließende Downhill entschädigte dann jedoch direkt wieder für den Fußmarsch. Auch die folgende Auffahrt zum Zeller Horn war von langen Schiebepassagen geprägt. Das zehrte an unseren Kräften. Oben angekommen, blieb wenig Zeit den grandiosen Ausblick auf die gegenüberliegende Burg Hohenzollern und das Albvorland zu genießen. Da wir zwischenzeitlich eine Nettofahrzeit von über 10 Stunden in den Beinen hatten und bis zum geplanten Etappenziel noch mindestens 1,5 Stunden zu fahren waren, entschieden wir uns am Zollersteighof die heutige Etappe abzubrechen.




Etappe 5: Vom Zollersteighof bis Tuningen 79,56km/2895hm
Fest entschlossen die am Vortag entgangenen Kilometer wieder aufzuholen starteten wir die fünfte Etappe. An diesem Tag galt es die meisten Höhenmeter aller Etappen zu überwinden. Entsprechend ließen wir es von Beginn an über die kilometerlangen und sehr verwurzelten Singletrails der Alb in Richtung Süden laufen. Mit dem Oberhohenberg, Hochberg, Lemberg, Kehlen und Humelsberg standen an diesem Tag die höchsten Berge der Schwäbischen Alb auf dem Programm. Ein weiterer Grund diese Etappe zur Königsetappe zu erklären. Wie an den vorangegangen Tagen hatten wieder einen traumhaften Tag erwischt. Im letzten Drittel der Etappe sammelten wir noch einige Höhenmeter über den Dreifaltigkeitsberg und Hohenkarpfen bevor wir dann nach über 9 Stunden im Sattel total entkräftet in Tuningen ankamen.




Eappe 6: Von Tuningen bis Altglashütten 81,76km/2113hm
Am sechsten Tag bewegten wir uns weiter Richtung Südschwarzwald. Die ersten Kilometer bis Villingen-Schwenningen verliefen relativ flach. Das kam unseren, zwischenzeitlich doch schon recht schweren, Beinen sehr entgegen. Es folgten einige Kilometer Singletrails, welche zwar nicht für bessere Beine sorgten aber allemal für gute Stimmung. Ab Furtwangen wollte uns der Wettergott dann wohl die eben gewonnenen Glücksgefühle wieder nehmen, plötzlich verdunkelte sich der Himmel und es begann in Strömen zu regnen. Nach zwei Stunden intensiver Dusche ging es dann komplett durchgeweicht über den Rudenberg und Hohenfirst zum Titisee. Nach einer kleinen Pause nahmen wir schließlich die letzten Kilometer bis zum Etappenziel Altglashütten in Angriff.




Etappe 7: Von Altglashütten Bis Lörrach 83,90km/2447hm
Der Tag begann mit Rührei und Speck. Eine echte Wohltat nach all den Riegeln der letzten Tage. Nach besagtem Frühstück spendierten wir unseren treuen Rössern eine Katzenwäsche und los ging´s zur siebten und damit letzten Etappe in Richtung Feldberg. Über das Herzogenhorn und den Hochkopf durften wir gleich von Beginn an ordentlich bergan kurbeln. Auch der südliche Hochschwarzwald begeisterte uns wieder mit kilometerlangen Singletrails. Die letzten Anstiege zum Rohrenkopf und der Hohen Möhr kosteten uns nochmals ordentlich Körner. Danach war es dann allerdings vollbracht, die letzten 33 Kilometer verliefen nahezu flach. Einige Kilometer vorm Ziel erfasste uns erneut ein heftiger Regenschauer und so liefen wir dann letztlich mit einer ordentlichen Portion Wasser in den Schuhen im Zielort Lörrach ein.




Hier geht´s zu den Bildern.
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Wer Rückenwind hat - der fährt zu langsam.

Geändert von tOM (14.08.2008 um 18:20 Uhr)
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  #2  
Alt 13.08.2008, 16:53
Benutzerbild von Holy
Holy Holy ist offline
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Respekt Ihr 2, da habt Ihr ganz schön was geleistet!!! Tolle Bilder u. ein super Bericht ;-) Was das Leistungsniveau anbetrifft braucht sich diese Tour auf keinen Fall vor nem AlpX zu verstecken...Daumen hoch
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  #3  
Alt 13.08.2008, 21:13
Benutzerbild von merdle993
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Hut ab, Jungs! War das quasi die Vorbereitung für München??? Hatte mir die Bilder schon vor einiger Zeit mal angeschaut und finde sie wirklich sehr gelungen. Habt Ihr die Tour auch auf GPS?
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  #4  
Alt 13.08.2008, 21:23
Benutzerbild von Hofi
Hofi Hofi ist offline
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wirklich toller bericht und klasse bilder. wie wir es von euch zwei gewohnt sind.
meiner persönlichen einschätzung nach, schwieriger wie einen alpencross. das höhenprofil gleicht doch eher einem sägeblatt. RESPEKT!!!
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  #5  
Alt 13.08.2008, 21:31
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Al Al ist offline
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Wahnsinn, vor sowas habe ich mehr Respekt als vor vielen Alpenüberquerungen. Ich hab ja auch nix gegen 2000 hm pro Tag, wenn sie am Stück zu Radeln sind, aber das ständige Auf und Ab - oh jeh...

Super Bilder - bei denen man immer daran denken sollte: So schön ist unsere Heimat!
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---------
--Touren am Monte Grappa --------- meine Filmchens
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  #6  
Alt 14.08.2008, 18:36
Benutzerbild von tOM
tOM tOM ist offline
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Zitat:
Zitat von merdle993 Beitrag anzeigen
Hut ab, Jungs! War das quasi die Vorbereitung für München??? Hatte mir die Bilder schon vor einiger Zeit mal angeschaut und finde sie wirklich sehr gelungen. Habt Ihr die Tour auch auf GPS?
Ja das war ne ganz ordentliche Vorbereitung für diese Saison. Die GPS-Daten sind per Email unterwegs.
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  #7  
Alt 15.08.2008, 18:05
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Mike Mike ist offline
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Wer die GPS-Daten haben will, kurze PN an mich, schicke ich sie.

Gruß

Mike
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Geändert von Mike (07.09.2008 um 18:16 Uhr)
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  #8  
Alt 18.08.2008, 10:37
Benutzerbild von mtb-sulzbach
mtb-sulzbach mtb-sulzbach ist offline
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Super und respect

Toller Bericht und klasse Bilder, läd zum Nachfahren ein ...
... ich muss dann mal fort ... nach Baden-Württemberg!
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Herzliche Bikergrüße

Euer Gerald

MTB-Club 26 Zoll Sulzbach e.V.
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